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11.12.2017

Neues OP-Verfahren zur Kreuzbandnaht an den Kreiskliniken Unterallgäu

Mit neuesten Techniken näht Dr. Eßlinger gerissene Kreuzbänder

Als einer von wenigen Operateuren in Deutschland, bietet Chefarzt Dr. Till Eßlinger das neue OP-Verfahren an

Unterallgäu Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Kreiskliniken Unterallgäu, Dr. Till Eßlinger, bietet bei Kreuzbandrissen eine neue und zukunftsweisende OP-Methode an.

Das Kniegelenk ist das am meisten beanspruchte Gelenk im menschlichen Körper. Es ist jeden Tag starken Belastungen ausgesetzt und zudem sehr verletzungsanfällig. Eine der häufigsten Knieverletzungen ist der Kreuzbandriss. Jedes Knie hat zwei Kreuzbänder, die den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein verbinden und das Kniegelenk beim Strecken, Beugen und bei Drehbewegungen stabilisieren. Sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband können reißen, allerdings sind die Verletzungen des vorderen Kreuzbandes deutlich häufiger.

Bei einem Kreuzbandriss kommt es zu einem teilweisen oder kompletten Riss des Kreuzbandes. Oft hören die Betroffenen dabei ein knackendes Geräusch. Schmerzen, Schwellung, Kniegelenkserguss, ein Gefühl der Instabilität und eine Beeinträchtigung der Beweglichkeit können typische Symptome beim Kreuzbandriss sein.

Studien belegen, dass ein unbehandelter Kreuzbandriss auf lange Sicht degenerative Veränderungen im Knie (Arthrose) oder Meniskusschäden begünstigt. Deshalb ersetzt man heute möglichst bei jedem Patienten das Kreuzband (vordere Kreuzbandplastik) mit körpereigenen Sehnen. Dies stellt die mechanische Stabilität des gerissenen vorderen Kreuzbandes wieder her, jedoch nicht seine propriozeptiven Fähigkeiten. Unter Propriozeption versteht man die Fähigkeit des Körpers Reize aus dem körperinneren wahrzunehmen und ein entsprechendes Signal an das Gehirn über die Position bzw. den Aktivitätszustand der Gelenke, Muskeln und Sehnen zu senden.

An den Kreiskliniken Unterallgäu kommt nun ein neues OP-Verfahren zum Einsatz. Hierbei kann dank neuester Instrumentarien und Nahttechniken das gerissene vordere Kreuzband bei gewissen Rissformen wieder genäht werden. Dies ist bei ca. 40 % der Kreuzbandrisse der Fall, sagt Chefarzt Dr. Till Eßlinger von der Abteilung für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie an den Kreiskliniken Unterallgäu.

Bisher war es mit der herkömmlichen Methode und alten Techniken nicht erfolgsversprechend möglich, gerissene Kreuzbänder zu nähen. Mit der neuen OP-Methode kann jedoch das knochennahe abgerissene vordere Kreuzband refixiert und zusätzlich ein resorbierbares Kunstband zur vorübergehenden Stabilisierung des vorderen Kreuzbandes in der Heilphase eingebracht werden.

Der große Vorteil dieser OP-Methode ist, dass die Nervenenden im Kreuzband und somit auch die propriozeptiven Fähigkeiten des Kreuzbandes erhalten bleiben. Dies ist wichtig, denn die im Kreuzband liegenden Nervenenden sind in körpereigene Reflexbögen (Propriozeption) eingebunden, die dafür sorgen, dass das Kniegelenk bei plötzlichen Bewegungen von den knienahen Muskeln stabilisiert wird. Dies kann eine  Kreuzbandplastik nicht leisten. Vor allem der Sportler profitiert vom Erhalt dieser sogenannten Propriozeption.

Chefarzt Dr. Till Eßlinger bietet als einer der wenigen Unfallchirurgen in Deutschland diese neue OP-Methode mit großer Expertise und Erfolg an. Denn die Ergebnisse sind gut und versprechen eine nahezu gleiche Kniestabilität wie im ursprünglich unverletzten Kniegelenk.

Jedoch gilt, dass je früher diese Art der Kreuzbandverletzung behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung und Funktionswiederherstellung. Daher sollte eine Knieverletzung oder ein plötzlich dick werdendes Knie immer als Signal verstanden werden, einen Arzt aufzusuchen.

Das Team der Unfallchirurgie an den Kreiskliniken Unterallgäu steht seinen Patienten unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Verfügung:

 

Kreisklinik Mindelheim

Abteilung für

Unfallchirurgie und

Orthopädie

Kreisklinik Ottobeuren

Abteilung für

Unfallchirurgie und

Orthopädie

Tel.: 08261 / 797 7625

Tel.: 08332 / 792 5427

 

www.kreiskliniken-unterallgaeu.de