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Nachweis von Koronarkalk


Die Computertomographie des Herzens gestattet den sehr genauen und frühzeitigen Nachweis von Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Die Untersuchung dauert etwa 5 Minuten und wird ohne Kontrastmittelgabe durchgeführt. Die Verkalkungen sind immer durch Arteriosklerose der Herzkranzgefäße bedingt ("Koronare Herzerkrankung"). Sind mittels der Computertomographie des Herzens Verkalkungen der Herzkranzgefäße nachweisbar, so bedeutet dies, dass Ablagerungen von atherosklerotischer Plaque vorhanden sind. Diese gehen nicht notwendigerweise mit einer Einengung der Herzkranzgefäße einher, welche in der Folge den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beeinträchtigen kann. Jedoch können auch kleine, den Gefäßquerschnitt nicht einengende Plaques plötzlich aufreißen und zu einem kompletten Gefäßverschluss führen. Dies ist die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt.
Der Kalknachweis mittels der Computertomographie des Herzens gestattet es also, frühzeitig solche Patienten zu identifizieren, die ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. Dies ist wichtig, da eine gezielte Reduktion von Risikofaktoren die Infarktwahrscheinlichkeit im weiteren Verlauf drastisch senken kann.

Diese Untersuchung - im englischen Sprachraum auch "Coronary Screening" genannt, ist bei Patienten zu empfehlen, die keine Beschwerden haben, aber Risikofaktoren für die Koronare Herzerkrankung besitzen.

Zu diesen Risikofaktoren zählen vor allem das Vorliegen einer Koronaren Herzerkrankung (Infarkt, Bypass) bei Verwandten ersten Grades, erhöhte Blutfettspiegel (Cholesterin), erhöhter Blutdruck, Zigarettenkonsum und eine Zuckerkrankheit.

Zudem kann der Koronarkalknachweis mittels der Computertomographie des Herzens auch eingesetzt werden, falls untypische Herzbeschwerden vorliegen. Lassen sich keine Verkalkungen der Herzkranzgefäße nachweisen, so ist eine Koronare Herzerkrankung ausgesprochen unwahrscheinlich.